Stunksitzungsfans
und ihre Geschichten
Das
waren noch Zeiten... (von Josef Bayer-Ruf)
Vor
ca. 8 Jahren wollten ein befreundetes Paar und wir, meine Frau und ich, die
Stunkssitzung unbedingt mal am Karnevalssonntag erleben. Wir hatten sie zwar
vorher schon gesehen, aber als echte Fans geht das auch zweimal...
Also machten wir uns auf, standen kurz nach 18.00 Uhr an der geschlossenen
Tür, klopften vehement und Biggi Wanninger, damals noch strenge Türsteherin
gab uns unmissverständlich zu verstehen: Keine Chance!
Keine noch so herzerweichenden Argumente ließ sie gelten und so sahen
wir uns schon in irgendeiner Mülheimer Kneipe versumpfen, als mein Blick
auf das Türschloß fiel und, siehe da, von außen steckte ein
Schlüssel auf dem Schloss. Aus einem mir bis heute noch nicht verständlichen
Mut heraus schloß ich das E-Werk von außen ab, steckte den Schlüssel
ein und wir klopften abermals an die Tür. Natürlich ging diese nun
von innen nicht mehr einfach zu öffnen, sodass nach kurzer Zeit dann
doch von innen wieder aufgeschlossen wurde und ein aalglatter Security-Typ
vor uns und mittlerweile weiteren ca. 15 Leuten stand, die alle noch rein
wollten, und fragte, ob irgendeiner einen Schlüssel gefunden habe. Einhelliges
Kopfschütteln...
Nach drei weiteren Minuten ging die Tür wieder auf: Der gleiche Mensch
wieder: "Ihr kommt hier alle rein, nur gebt mir bitte den Schlüssel
wieder..."
Kann man dem trauen? Was ist, wenn ich ihm den Schlüssel gebe, er sich
bedankt und die Tür wieder zumacht.
Oder er haut mir gleich eins in die Fre...
Egal, jetzt oder nie: "Du kriegst den Schlüssel, wenn wir alle drin
sind."
Ratzfatz 15 Leute mehr oder weniger im Saal, fiel auch nicht auf, der Security-Man
war happy und wir waren drin!
Einer der schönsten Stunksitzungs-Abende, die wir in all den Jahren erlebt
haben...
Dienstagszug
in der Südstadt ( von W.Anton )
Während
der Stunksitzung im letzten Jahr rief Präsidentin Biggi Wanninger die Zuschauer
dazu auf, zum Dienstagszug in der Südstadt zu kommen, auch das Ensemble der
Stunksitzung würde mitgehen. Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen,
und tatsächlich, erst lief mir Ex-Präsident Jürgen Becker als Elvis über den
Weg, dann sah ich Günter Ottemeier als Vampir und auch noch einige andere
mir aus der Stunksitzung bekannte Gesichter. Sogar einen eigenen Wagen hatten
die Stunker. Aber auch der Rest des Zuges war so irre, die Rosa Funken zum
Beispiel, dass ich mir das Spektakel gleich mehrmals angesehen habe. Da der
Zugweg nämlich einmal in Richtung Innenstadt und dann wieder zurück verlief,
war das problemlos möglich. In diesem Jahr hat die Präsidentin nicht auf den
Zug hingewiesen, heißt das, er findet nicht statt, oder die Stunker gehen
nicht mit, das fände ich sehr schade.