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Stories Session 2005Et es eröm, et es vorbei ...Diese Stunksitzungs-Adaption von Tom Waits’ „Time“ drückt sicherlich die Empfindungen der Stunker derzeit am besten aus. Trotz der extrem kurzen Session liegt nun das längste Stunk-Jahr hinter uns. Die letztjährige Jubiläums-Session glitt ja beinahe nahtlos in die vielen Extra-Veranstaltungen anlässlich des „Zwanzigjährigen“ über, im Spätsommer begannen dann die Vorbereitungen für die diesjährigen Sitzungen, schließlich war schon am Nikolausvorabend Premiere. Dennoch, die Köbesse haben schon wieder feste Termine bis in den September, Biggi und Anne treten auf ihrer von Bruno gemanagten Tour schon in wenigen Tagen in Mainz auf, Günter präsentiert seine „Weltnummern“ kurz später wieder auf der Bühne, andere gehen zurück ans Theater, und viele üben ja mal so eben „nebenbei“ noch einen ganz „normalen, bürgerlichen“ Beruf aus. Noch mehr Stunk im TVFast 10 Jahre alt ist der einzige „Horrorfilm“ der Stunker : „Cologne Werwolf“. Doch es gibt immer noch einige Fans, die die Geschichte des ostwestfälischen Beamten aus – na woher wohl – Lippstadt, der ausgerechnet zu Weiberfastnacht nach Köln geschickt wird, um dort eine Ladung spezieller Büroklammern abzuholen, noch nicht gesehen haben. In der Nacht von Rosenmontag auf Karnevalsdienstag, wenn es im WDR Fernsehen sowieso schon die ganze Zeit „stunkt“, gibt’s um 1:45 noch einmal die unheimlichen Erlebnisse des Herrn Schulte-Wetering zu sehen. > Fünfzigtausend EuroUnglaubliche 50.000 Euro zugunsten der Flutopfer in Südostasien kamen bei der zusätzlichen Benefizveranstaltung der Stunksitzung am Sonntag, den 30.Januar zusammen. Nicht nur sämtliche Akteure auch alle anderen Helfer verzichteten auf ihr Honorar, und die Lieferanten – allen voran Gilden und Coca Cola – spendeten die Speisen und Getränke. Das Geld geht je zur Hälfte an Ärzte ohne Grenzen und an die Mindener Kirchengemeinde für ein Wiederaufbau-Projekt in Sri Lanka. Missionswerk Rheinischer FrohsinnSicherlich vermissen die Jünemann-Fans in dieser Stunk-Session ihren Didi auf der Bühne des E-Werks, dennoch ganz verzichten auf ihn müssen sie nicht. Zusammen mit „Alterspräsident“ Jürgen Becker präsentiert der Urstunker am Karnevalssonntag ab 17:10 eine dreiviertel Stunde lang Episoden des Missionswerks „Rheinischer Frohsinn“. Spekulationsobjekt StunkticketsSchon traditionell ist ja mittlerweile der Ärger der Stunkfans, die überhaupt keine Karten, oder eben nicht zum Wunschtermin erhalten haben, wenn anschließend scheinbar größere Kontingente beispielsweise bei Ebay versteigert werden. Andererseits gibt es ja noch die Tauschbörse hier auf dieser Seite, die ja auch intensiv genutzt wird – leider vergessen die meisten, ihren Eintrag wieder zu löschen, wenn er nicht mehr aktuell ist. Dabei ist es nur ein kurzer Klick auf den Link in dem Email, das jede(r) Eintragende automatisch erhält. In der Regel werden in der Tauschbörse auch keine ausufernden Preise gefordert, ganz anders sieht es allerdings gelegentlich bei Ebay aus. In Einzelfällen wurden Gewinnmargen von 300 Prozent und mehr erzielt. Umgekehrt gab es auch professionelle Händler, die kurz vor den jeweiligen Veranstaltungstagen Karten für 25 Euro, also weit unter dem Originalpreis, angeboten haben. Man hatte sich offensichtlich verspekuliert. Grundsätzlich unterliegen natürlich auch die Stunkkarten den Gesetzen der freien Marktwirtschaft und da orientiert sich der Preis an der Nachfrage. Das liegt völlig außerhalb der Einflussnahme der Stunker, deshalb sind Forderungen, dagegen müsse etwas unternommen werden, einfach müßig. Darüber hinaus scheinen die Originalstunkkarten, mit dem edlen – nicht kopierbaren – Prägedruck, die es neben den blauen KölnTicket-Eintrittskarten ja auch noch gibt, die Phantasien mancher Stunksitzungsfans ungemein zu beflügeln. Neben dem offiziellen VVK von KölnTicket, gibt es aber tatsächlich auch noch Vorverkauf in Bereichen, die außerhalb des KölnTicket-Gebiets liegen. Zudem steht jedem Stunker ein gewisses Karten-Kontingent zur Verfügung. All diese Karten sind nicht die bekannten hellblauen, sondern sehen immer noch genau so aus, wie sie über lange Jahre in der Ehrenfelder Wissmannstraße von den Stunkern verkauft worden sind. Nur sind das keine VIP-Tickets mit besonderen Privilegien, ganz im Gegenteil. Während KölnTicket-Karten dazu berechtigen, zum Besuch der jeweiligen Veranstaltung den ÖPV des VRS zu nutzen, steht den Inhabern der anderen Karten gerade noch der Transport im Pendelbus vom Wiener Platz zum E-Werk zu. Stunksitzung im Fernsehen und RadioDrei Tage „beherrschte“ der WDR das E-Werk, jetzt wollen wir natürlich auch mal sehen und hören, was dabei herausgekommen ist. Insgesamt viereinhalb Stunden wird das WDR-Fernsehen an Karnevalssamstag und Rosenmontag vom diesjährigen Programm zeigen. Als Zugabe gibt es dann auch noch den Jubiläumsrevue „20 Jahre Stunksitzung“. Und wenn dann der Nubbel verbrannt und der Aschermittwoch schon ein viertel Stündchen alt, verabschieden sich die Stunker mit dem Klassiker „Aschermittwoch for One“ von ihrem Fernsehpublikum. Auch im Radio wird wieder viel „Stunk“ gemacht, an Weiberfasnacht auf WDR 5 und Karnevalssamstag auf WDR 2. Am Sonntag präsentiert WDR 5 dann noch das Gemeinschaftskonzert von Köbes Underground und dem WDR-Rundfunkorchester. WDR-Radio Köbes Underground und Rundfunkorchester: 07.02., 20:00, WDR 5 WDR-Fernsehen Stunksitzung (Kurzfassung 90 Minuten): 05.02., 21:45 Stunksitzung (Langfassung 180 Minuten): Aschermittwoch for One KostümflohmarktAm spielfreien Montag (17. Januar, 14:00 bis 19:00 Uhr) veranstalten die Stunker wieder ihren schon traditionellen Karnevals- und Kostümflohmarkt im E-Werk. Es gibt nicht nur etwas aus dem riesigen Fundus der Stunksitzung, sondern jede(r) kann hier anbieten, was sich im Laufe eines kölschen Karnevalslebens so angesammelt hat. Schließlich geht mann/frau ja nicht Jahr für Jahr mit demselben Kostüm auf die Straße. Auch Profis werden darüber hinaus wieder ein umfangreiches Angebot präsentieren, nicht nur an Kostümen, sondern auch Accessoires, Theaterschminke und was sonst noch so zum Karneval gehört. Der Eintritt beträgt 2,50 Euro, alternativ (nomen est omen) kann auch ein Kostüm an der Kasse abgegeben werden. > BenefizveranstaltungEs ist nicht das erste Mal, dass eine satirisch gedachte Episode der Stunksitzung von der Wirklichkeit eingeholt wird. Bei der Konzeption von „The Dome after tomorrow“ hat allerdings niemand solch eine Katastrophe, wie sie jetzt in Südostasien geschehen ist, für möglich gehalten. Vielmehr gab hier Roland Emmerichs Film die Vorlage. Es nun war aber keine Frage bei den Stunkern, dass die Nummer, in der eine große Flutwelle auf Köln zuströmt, gestrichen wird. Köbes-Konzert am KarnevalssonntagDie Nacht von Karnevalssonntag auf den Rosenmontag endet auch in dieser Session wieder mit dem traditionellen Köbes Underground-Konzert. In Windeseile wird die E-Werk-Crew die Halle von den verschraubten Bänken und Tischen befreien, und dann werden – zusätzlich zu den Stunksitzungsbesuchern des Abends – wieder Massen ins E-Werk strömen, um mit Köbes und den Stunkern bis in den frühen Morgen zu feiern. Durch den Wegfall der Sitzbänke passen nun natürlich sehr viel mehr Besucher in die Halle. Lange Zeit galt dies als Geheimtipp, aber so etwas bleibt nur solange geheim, wie es nicht in den Medien propagiert wird. So mussten denn in den letzten Jahren immer wieder Einlassbegehrende abgewiesen werden, weil das E-Werk bereits übervoll war. Die Reaktionen dieser Leute war dann manchmal schon recht heftig. In diesem Jahr nun haben sich die Stunker entschlossen, Eintrittskarten auszugeben, um solche Situationen wie in der Vergangenheit von vornherein zu vermeiden. Die Karten können hier im Shop und bei den Sitzungen im Foyer des E-Werks käuflich erworben werden. > GeneralprobeDie diesjährige Generalprobe hat offensichtlich bei einigen Fans tiefe Furchen hinterlassen, waren sie schließlich doch nicht eingelassen worden. Grundsätzlich war und ist auch bei den Stunkern die Generalprobe eine rein interne Angelegenheit. Die Presse nutzt sie für erste Photos und Berichte, die Autoren, Regisseure und all die anderen Verantwortlichen beobachten die Reaktionen des „Test“-Publikums“ bestehend aus Familienmitglieder und Freunden der Stunker. All das fand ursprünglich einmal in einem ganz kleinen Rahmen statt. Später wurden dann Elferräte der Vorsession eingeladen. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda wurde die Zahl der Besucher ständig größer, aber es blieb doch immer noch in einem überschaubaren Rahmen. Nun wurde diese „Privatveranstaltung“ vor einiger Zeit in einer Kölner Zeitung als Geheimtipp propagiert. Da begann dann der eigentliche Run. Schon im Vorjahr waren diverse Einlassbegehrende wieder zurückgeschickt worden. Das Kontingent ist äußerst beschränkt, denn bei der Generalprobe stehen noch nicht alle Publikums-Bereiche zur Verfügung. Um künftig ein Chaos und auch Auseinandersetzungen um die wenigen Plätze zu vermeiden, musste eine Regelung her. Es wurden nun also erstmals in diesem Jahr Karten ausgegeben. Scheinbar leiteten aber einige Stunk-Fans aus der früheren Regelung so eine Art Rechtsanspruch ab. Anders sind einzelne Gästebuch-Einträge und die Emails und Anrufe, in denen den Stunkern nicht selten recht bösartig reine Geldschneiderei vorgeworfen wird, nicht zu erklären. Die Karten gab es übrigens kostenlos, soviel zum absurden Vorwurf der Geldschneiderei. Weitere VeränderungenErstmals seit langer Zeit gönnt sich auch Urstunker Didi Jünnemann eine Auszeit. Das bedeutet nun, es fehlt ein MANN im Ensemble. Bei den Damen werden sich Beate Bohr, die im letzten Jahr schon Martina Klimkes Part übernommen hatte, und die andere Martina im Team mit Nachnamen Bajohr bei den Auftritten abwechseln, sodass zumindest die Frauenriege immer vollzählig antritt. Auch hinter der Bühne gab es leichte Veränderungen. Der Amerikaner aus Amsterdam, George Isherwood, ist nach mehreren Jahren heuer nicht mehr dabei. Die Hauptregie hat nun wieder Thomas Köller übernommen. Der promovierte Theaterwissenschaftler ist ja nun schon seit Jahren dabei und betreut zudem auch noch einige Solo-Programme von Ensemblemitgliedern, wie zuletzt von Anne Rixmann und Biggi Wanninger sowie Gaby Köster. > Purple, eine neue Farbe bei KöbesBei den Ensemblemitgliedern der Stunksitzung ist es ja nun nicht unüblich, dass der/die eine oder andere sich mal eine Auszeit gönnt. Für Ecki Pieper stand dies schon sehr frühzeitig fest. Schließlich hatte im letzten Jahr Martina Klinke eine Bühnenpause genommen, um sich mehr Sohnemann Louis widmen zu können, jetzt ist wieder Papa Ecki dran. Dazu dann noch die extrem lange Saison mit den zusätzlichen Jubiläumsterminen und jetzt schon wieder der frühe Beginn, die Auszeit sei ihm da sehr gelegen gekommen, so Ecki. Als die Köbesse sich nach einem Sänger mit kölschem Zungenschlag umsahen, wurden sie schnell fündig. Dass mit Purple Schulz eine Kölner Popikone Eckis Part übernahm, war schon eine kleine Sensation. Als sich auch noch Keyboarder Georg Kunz und Gitarrist Carlos Neisel für ein Pausenjahr entschlossen, stand für Köbes-Dauergast und Multimusiker Friso Lücht schnell fest, dass er wieder einmal für einige Monate sein Domizil von seiner friesischen Heimat nach Kölle verlegen würde. Und es war auch nur noch ein kurzer Schritt zu Purples langjährigem Partner Josef Piek. Schließlich machen die beiden seit nunmehr 25 Jahren zusammen Musik, sind während des ganzen Jahres als Duo aktiv und absolvieren dazu noch etwa 15 Auftritte im Jahr mit der kompletten Band. Ein Jahr ohne Pause
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