Stories Session 2004
Dienstagssitzung und Nubbelverbrennung
Traditionell
ist die letzte Stunksitzung einer Session eine besondere Sitzung. Nicht nur
dass am Ende der Nubbel verbrannt wird, nein schon während der Vorstellung
ist keiner der Mitwirkenden vor Überraschungen gefeit. Da ist dann eine
Waschmaschinentür, die eigentlich aufgehen müsste, verschlossen.
Statt einer Mitteilung auf einem Zettel wird ein Kuchentablett mit einem Teilchen
gereicht. Jedes Mal wenn Biggi zu einem neuen Satz ansetzt, spielt Köbes
einen Tusch. Zuvor hatte sich die Präsidentin allerdings beschwert, dass
ihre Witze von der Band musikalisch nicht entsprechend untermalt würden.
Oder aber es stehen plötzlich Leute auf der Bühne, die mit dem Sketch
gar nichts zu tun haben. Wie schon in den vergangenen Jahren hatte auch diesmal
Paris, Sohn von Chryssoula und Christian, eine kleine Zusatz-Rolle übernommen.
Bei "Deutschland sucht den Super-Papst" bewarb er sich als kleiner
Muselmane zusammen mit Ozan um diesen Posten. Einmal mehr Biggi wird mitten
in der Ansage der McClean-Nummer von ihrem Freund überrascht, wie er
mit einer fremden Frau aus der Toilette kommt. Die Kellner des E-Werks mischen
sich in der gleichen Nummer in einem nicht enden wollenden Durchlauf unter
das Symphonieorchester. Ozan wird in seiner Solonummer von offensichtlich
sehr "heiratswilligen" Damen umgarnt.
Mehr als vierzig Mal konnte Tom sich darüber mokieren, dass das Publikum
in der "Ausländersitzung" seiner Aufforderung, sich von den
Plätzen zu erheben, nicht nachkam. Entsprechend ging auch sein Text weiter.
Nun hat er aber nicht mit der "Hinterhältigkeit" der Security
gerechnet. Martin geht flugs durch sämtliche Bankreihen, und bittet die
Besucher bei der entsprechenden Stelle doch aufzustehen. Die Überraschung
steht Tom ins Gesicht geschrieben.
Die anschließende Nubbelverbrennung stand nicht gerade unter Petrus'
Stern. Angeführt von den beiden in dieser Session eine Pause einlegenden
Martinas zog die Trauerprozession aus dem trockenen E-Werk ins draußen
herrschende Schneetreiben. Auf dem E-Werk-Parkplatz fand wie eh und je unter
schaurigen Klängen von Köbes die Beschimpfung des Nubbels und seine
anschließende Verbrennung statt. Einer der an so Vielem Schuld ist,
hat es eigentlich auch nicht besser verdient. Trotz des widrigen Wetters hielten
noch Hunderte durch, bis der Nubbel tatsächlich in Flammen aufgegangen
war.
Respekt, Respekt
Seit
sieben Jahren ist Ulrich Krämer bei der Stunksitzung aktiv. In seinem
roten Sweatshirt hält er als "Security" Uli zunächst einmal
die fast 1000 Wartenden vor der E-Werks-Tür davon ab, vorzeitig ins Foyer
zu stürmen, und anschließend auf der Bühne als Ulrich, in
dunklem Jackett gewandet, versucht er den Fans die üblichen Verhaltensregeln
nahe zu legen. Dass er dabei mit seinem Satz zum absoluten Rauchverbot den
meisten Applaus bekommt, tut ihm als Exraucher richtig gut. Weniger angekommen
waren anfangs seine Hinweise zur neuen Sitzordnung, und seit Ewigkeiten lösen
die Bitten, doch das Handy auszuschalten und sich mit 5 Personen auf einer
Bank zu platzieren, immer wieder kleine Diskussionen aus. Gegen Ende der Session
hat der Meckenheimer (O-Ton Stunksitzung 2004: ... es muss ja auch Leute geben,
die aus Meckenheim kommen, sonst würde es ja Meckenheim gar nicht geben...
) aber seine "Schäfchen" fest im Griff, man bringt ihm echten
Respekt entgegen. Nicht selten kommt aus dem Publikum, "Handy ist schon
aus", oder die Besucher melden sich gar bei dem gelernten Schauspieler
mit dem markanten kahlen Kopf ab, wenn sie mal kurz Pippi machen gehen. Schließlich
fürchtet man, dass Ulrich anschließend den leeren Platz anderweitig
vergeben könnte.
Die lange Stunknacht
So hatte der WDR seine fast fünfeinhalb Stunden lange Ausstrahlung in
der Nacht von Karnevalssamstag auf den Sonntag genannt. Zunächst eine
Kurzfassung der diesjährigen Stunksitzung - die komplette Sitzung kommt
in der Nacht von Rosenmontag auf Veilchens-Dienstag - und dann eine phantastischer
TV-Film von Sabine Ennulath "Die ersten 20 Jahre...". Die vielen
seltenen Aufnahmen, gerade aus der Anfangszeit, ließen die meisten Stunker
bis zum Schluss vor der Mattscheibe gebannt ausharren. Dabei stand ihnen eine
weitere lange Stunksnacht noch bevor.
Die Sonntagsitzung klingt traditionell mit einem Köbes-Sonderkonzert
aus. Kurz nach eins, die Sitzung hatte um 18.00 begonnen, war dann schließlich
Schluss. Tische und Bänke waren ja kurzfristig fortgeräumt worden,
sodass eine Vielzahl von Besuchern in die Halle passten. Vor den Toren des
E-Werks hatten sich allerdings solche Massen angesammelt, dass aus Sicherheitsgründen
einige Leute leider nicht eingelassen werden durften. Der Superstimmung tat
dies aber keinen Abbruch. Zusammen mit ihren Gästen, Anne und Biggi,
Bruno, Ozan, Bernd und "Security" Lu, brachten die Köbesse
mit 27 - von den meisten Fans voller Inbrunst mitgesungenen - Titeln die Halle
wieder einmal zum Kochen.
Ein früher Stunker
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Richard
Rogler, langjähriger Gastgeber der "Mitternachtsspitzen"
und dort Vorgänger von Jürgen Becker, Stunksitzung-"Alters"Präsident,
ist noch länger treuer Stunksitzungsbesucher. Schon seit der ersten
Sitzung in der Studiobühne ist der Kölner Kabarettist dabei.
Beinahe wäre er anfangs selbst ein Stunker geworden, er habe aber
schnell erkannt, das sei doch nicht das richtige für ihn.
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Köbes goes Classic
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Nun konnte
sich auch Köbes Underground dem Trend in der Pop-Musik nicht mehr
länger verschließen. Entweder Köbes Unplugged bei MTV
oder etwas klassisches. Da MTV seine Studios nicht in Köln hat,
entschied man sich für Köbes goes Classic in der Kölner
Philharmonie. Am Samstag, den 1. Mai werden die Musiker der Stunksitzung
dort - begleitet vom WDR-Rundfunkorchester - einiges aus dem reichhaltigen
Repertoire der letzten 20 Jahre zum Besten geben. Karten erhält
man bei allen bekannten VVK-Stellen von KölnTicket zum Preis von
12,60 bis 30,- Euro (inkl. Gebühren).
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Stunk im TV
Drei Tage lang "beherrschten" wieder die auffällig unauffällig
schwarz gekleideten Leute vom WDR die Stunksitzung. Das imposanteste Attribut
war einmal mehr die Krankamera mit ihren abenteuerlich anmutenden Schwenks
knapp über die Köpfe der Zuschauer hinweg. Doch wie Ecki schon in
seiner Anmoderation bemerkte, es waren ausreichend Sicherheitsvorkehrungen
getroffen worden, dass wirklich nichts passieren konnte. Dazu kamen noch einige
fest installierte Riesen-, mehrere kabelgebundene Hand-Kameras und ein ganz
spezielles, völlig bewegliches freies Aufnahmegerät, dessen Signal
per Funk übertragen wird. Hiervon gibt es nur sehr wenige, die allerdings
sehr gefragt sind, weshalb sich der WDR anlässlich der Stunksitzung-Aufzeichnung
dieses Equipment auch jeweils ausleihen muss. Gerade mit dieser Gerätschaft
sind dank eines unermüdlich agierenden Kameramannes nebst Assistenten
aber auch erst besonders schwungvolle und lebendige Bilder möglich.
Ob sich der ganze Aufwand gelohnt hat, könnt Ihr selbst am besten am
Fernseher beurteilen.
In der Nacht von Karnevalssamstag auf Karnevalssonntag gibt's mit mehr als
fünfeinviertel Stunden die lange Stunk-Nacht im WDR-Fernsehen. Wer dann
am Rosenmontag rechtzeitig zu Hause ist, kann exakt ab Mitternacht mit der
dreistündigen Langfassung der 2004er Sitzung in den Karnevalsdienstag
hineinfeiern. Und wie es im Deutschen TV unvermeidlich ist, das Jahr zu Silvester
ohne "Diner for One" zu beenden, so ist es ebenso unmöglich,
im WDR-Fernsehen die Session in der Nacht am Aschermittwoch nach der Nubbelverbrennung
ohne "Aschermittwoch for One" zu beschließen. Für die
Fernsehmuffel gibt's darüber hinaus auch noch etwas im Radio.
Stunksitzung
im TV: |
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21.2.2004
(SA) |
21:45 -
23:15 |
WDR: Stunksitzung
2004 (Kurzfassung) |
21.2.2004
(SA) |
23:15 -
03:00 |
WDR: "Die
ersten 20 Jahre" |
24.2.2004
(DI) |
00:00 -
03:00 |
WDR: Stunksitzung
2004 (Langfassung) Die ganze Jubiläumssitzung |
25.2.2004
(MI) |
00:15 |
WDR: "Aschermittwoch
for One" |
Stunksitzung
im Radio: |
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14.2.2004
(SA) |
16:05 -
17:55 |
WDR 5: Unterhaltung
am Wochenende |
14.2.2004
(SA) |
20:05 -
24:00 |
WDR 5: 20
Jahre Stunksitzung |
19.2.2004
(DO) |
20:05 -
23:00 |
WDR 5: Stunksitzung
2004 |
21.2.2004
(SA) |
22:05 -
01:00 |
WDR 2: Zugabe
- The Best of Stunksitzung |
Stunker
auf Solopfaden
Dass
die Stunker nicht nur Stunker sind, sondern in der übrigen Jahreszeit
auch noch anderen Betätigungen nachgehen, ist ja mittlerweile vielfach
bekannt. Häufig sind dies ganz bürgerliche Berufe wie Sozialpädagogen,
Psychologen, Lehrer, Architekten, Kaufleute etc., von denen manche - insbesondere
die, die nicht freiberuflich tätig sind - auch während der Session
neben dem abendlichen Engagement im E-Werk noch voll in ihren Beruf eingebunden
sind. Viele sind dem Showbusiness und dem Theater im Laufe der Zeit allerdings
mit Haut und Haaren verfallen. Dass Didi Freitag für Freitag mit dem
"Alterspräsidenten" Jürgen Becker auf WDR 2 eine "Frühstückspause"
einlegt, und die Beiden damit sogar auf Tournee gehen, ist den meisten Stunkfans
mittlerweile ja bekannt. Beate und Ozan werden gleich nach dem Ende der Session
wieder im "Theater am Sachsenring" auf der Bühne stehen. Zwei
Wochen nach der Stunk-Jubiläumssitzung im Tanzbrunnen startet Günter
am 19.Juli im Senftöpfchen sein Soloprogramm "Ottemeiers Weltnummern".
Bereits ab März werden Anne und Biggi mit der schon im letzten Jahr gestarteten
großen Rixmann & Wanninger Revue wieder auf Tournee sein. Gemanagt
wird diese übrigens von Bruno Schmitz und die Inszenierung liegt in den
Händen von Stunk-Co-Regisseur Thomas Köller, so schließt sich
der Kreis wieder.
1.
Ecki Pieper Fan-Club
Ecki
Pieper, Front-Man von Köbes und Jahr für Jahr der strahlende Prinz
der Stunker, hat nun seinen eigenen Fan-Club. Bei jedem seiner Solo-Auftritte
während einer der letzten Sitzungen wurden von seinen Anhängern
selbstgefertigte Banner durch die Lüfte geschwenkt, und der gebürtige
Westfale wurde überschwänglich gefeiert. Leicht verlegen aber innerlich
sicher dennoch stolz genoss Ecki (der Gesinnung nach mittlerweile schließlich
ne echte Kölsche) die Sympathiekundgebungen seiner Fans.
Sommersitzung
Was
Jubiläen so alles mit sich bringen. Anlässlich des "20jährigen"
verlängern die Stunker einfach die Session und werden eine Sommer-Sonder-Jubiläums-Revue
am Tanzbrunnen veranstalten. Sicher wird es einige Höhepunkte aus den
Stunksitzungen der vergangenen Jahre geben, allerdings kann man damit rechnen,
dass sich die Stunker und Köbes noch einiges andere einfallen lassen
werden.
Es wird zwei Veranstaltungen geben, am 3. Juli um 18.00 Uhr sowie am 4. Juli
um 16.00 Uhr. Karten gibt es bereits während der laufenden Stunksitzungen
im Foyer des E-Werks an den Ständen von Katja und Olaf, sowie über
den Online-Shop hier auf dieser Web-Site.
Neue
Sitzordnung
Kopfschütteln
und bisweilen auch Unverständnis riefen die neue Sitzordnung und die
Erläuterungen von Produktionsleiter Manni bei vielen altgedienten Stunksitzungsbesuchern
hervor. Auf Veranlassung des Ordnungsamtes der Stadt Köln mussten die
Abstände zwischen den Sitzbänken nicht nur erheblich vergrößert
werden, die Bänken selbst sind auch fest mit den Tischen verbunden und
lassen sich nun nicht mehr zum Einstieg einfach mal eben hin- und herschieben.
Noch weniger Verständnis gibt es für die Anordnung, dass jetzt nahezu
sämtliche Gäste sitzen müssen!, Stehplätze gibt es im
Prinzip nicht mehr. Aber gerade auch die Zwanglosigkeit trug seit jeher zum
besonderen Flair der Stunksitzung bei. Nun sehen sich die Jungen und Mädchen,
mit ihren roten Stunksitzung-Sweatshirts eindeutig als Security erkennbar,
immer wieder dazu genötigt, Gäste, die einen Moment mal stehend
an einer Stelle verweilen, aufzufordern, doch wieder den angestammten Sitzplatz
einzunehmen. Das gefällt natürlich weder den Securities noch den
Gästen.
Zudem hat diese neue Anordnung der Stadt Köln auch noch zur Folge, dass
die Zahl der Besucher pro Sitzung um mehr als 10 Prozent reduziert werden
musste, nachdem im letzten Jahr bereits die Nutzung des Oberrangs - im Stunker-Jargon
Gepäcknetz - behördlicherseits stark eingeschränkt worden war.
Jubiläumspremiere
Vor
jeder Premiere sind die Mitwirkenden - vor und hinter den Kulissen - natürlich
besonders angespannt. In diesem Jahr gab es ja nicht nur eine neue Kulisse,
sondern die Stunksitzung hatte dazu auch noch Jubiläum, und nicht wenige
erwarteten etwas ganz Besonderes. Selbst die Güte und Klasse des eigenen
Programms einigermaßen objektiv zu beurteilen, ist nahezu unmöglich,
vieles sieht man einfach aus einem ganz anderen Blickwinkel als der unbeteiligte
Betrachter. Umso erfreuter waren die Stunker, dass sich letztendlich nicht
nur das Publikum wieder einmal total begeistert zeigte, sondern ebenso die
einschlägige Presse in ihren Rezensionen.
Neue
Kulisse
Seit
vielen Jahren war die Kulisse der Stunksitzung mit dem stilisierten Kölner
Dom rechts und links an den Seiten für alle ein vertrauter Anblick. Zur
Jubiläumssession meinten nicht wenige, es sei Zeit für etwas Neues.
Ganz im Stile des E-Werks, stahlgrau und metallsilbern, Rohre und Leitungen
mit überdimensionalen Isolatoren darstellend, und mit einer "riesigen"
Showtreppe in der Mitte, so sieht nun die neue Bühne aus. Natürlich
lassen sich auch einige Spielereien mit Lichteffekten hervorzaubern, und die
Kulisse in immer wieder neuen Nuancen erscheinen. Präsidentin Biggi hat
es aber besonders die Treppe angetan, muss sie doch nun nicht mehr den eher
einer Hühnerstiege ähnlichen schmalen Aufgang hinter der Bühne
benutzen, um ihren angestammten Platz auf der Empore einnehmen zu können.
Allerdings gilt das nur für den anfänglichen Einzug mit dem Elferrat,
denn die Showtreppe verschwindet schon nach der ersten Nummer im Backstage-Bereich,
sodass Biggi während der eigentlichen Sitzung weiterhin etliche Male
die "Hühnerstiege" rauf- und runterklimmen muss.
Proben,
Proben, Proben
So
könnte man momentan das Leben der Stunker beschreiben. Nachdem im schönen
Westerwald die ersten Konzepte erarbeit worden waren, begannen dann die harten
Probenzeiten in Köln. Zwischenzeitlich sind die in Kleinstgruppen ausgearbeiteten
Rohfassungen der einzelnen Nummern und Sketche sowie die Musikauswahl von Köbes
allen Stunkern und den Autoren an einem bis in die späte Nacht reichenden
Nachmittag vorgestellt worden. Wie jedes Mal gab es wieder Stoff für zwei
Sitzungen, sechs Stunden und mehr würden da locker zusammenkommen. Nun
liegen die wohl härtesten Entscheidungen an, einige Nummern werden gestrichen,
andere gekürzt und gestrafft. Was dabei nun herauskommt, gibt's bei der
Premiere am 28.12.03 zu sehen und zu hören.
Jubiläumsbuch
Pünktlich
zum 20-Jährigen erschien ein Bildband mit Fotos von Ansgar van Treeck und
Manfred Linke, Wortbeiträge gibt es u.a. von den "Alterspräsidenten"
Jürgen Becker und Rainer Rübhausen und vielen anderen mit der Stunksitzungen
verbundenen Autoren und Promis. In Anwesenheit vieler ehemaliger und natürlich
aktiver Stunker wurde das Buch am Abend des 11.11. in der Mayerschen Buchhandlung
zu den Klängen einer Köbes-Mini-Ausgabe der Öffentlichkeit vorgestellt.
Alles weitere über den Fotoband hier auf dieser Website.
Böse
Worte
Diese gab es nach
dem Vorverkauf am 9. November wieder einmal von denen, die keine Karten bekommen
hatten. Aber auch viele Karteninhaber echauffierten sich über den rund
zehnprozentigen Preisanstieg gegenüber der letzten Session. All diesem
Ärger liegt ein und dieselbe Ursache zu Grunde, es gab mal wieder nicht
nur zu wenig Karten, es gab effektiv sogar weniger Karten als in den letzten
Jahren. Wie schon berichtet, wurde das Platzkontingent für die Stunksitzungen
seitens der verantwortlichen "Höheren Stellen" aus Sicherheitsgründen
um gut 10 Prozent reduziert. Um dieses Defizit wenigstens finanziell einigermaßen
auszugleichen, wurden im gleichen Rahmen die Eintrittspreise erhöht. Da
nun gerade in 2004 die Session wieder etwas kürzer ist, ließ sich
dieses Manko auch nicht durch eine größere Anzahl von Sitzungen wieder
wettmachen, ganz im Gegenteil die Zahl der zur Verfügung stehenden Tickets
verringerte sich somit noch mehr.
Diese Situation heizt möglicherweise den Kartenverkauf bei eBay noch weiter
an. Im Prinzip ist es so, der Markt bestimmt den Preis. Sehr verständlich
ist der Ärger mancher Stunkfans, wenn dort in großen Mengen - 10
oder 20 Karten auf einmal - zu einem Stückpreis von 50, 60 Euro oder auch
mehr zum "Sofort-Kauf" angeboten werden.
Dabei handelt es sich aber z.T. um Leute, die das Ganze schon professionell
betreiben. Sie stellen sich am VVK-Tag frühmorgens zu mehreren Personen
an unterschiedlichsten, weniger frequentierten Vorverkaufsstellen an und kaufen,
was sie an Karten bekommen können. Diese werden dann so schnell wie nur
eben möglich versucht, im Internet wieder umzuschlagen, das Kapital wird
ja benötigt für den nächsten Coup. Denn diese Gruppen engagieren
sich nicht nur beim Handel mit Stunksitzungskarten, sondern bieten all die Tickets
an, die besonders knapp und begehrt sind und größtmöglichen
Profit versprechen.
Dass darüber hinaus an den offiziellen VVK-Schaltern vorbei KölnTicket-Karten
über unbekannte Kanäle in so eine Art Neben-Verkauf gelangen würden,
wird von einzelnen Enttäuschten immer mal wieder kolportiert, einen wirklichen
Nachweis dazu ist man bisher aber schuldig geblieben. All das liegt nun wirklich
weit außerhalb der Verantwortung und der Eingriffs-Möglichkeiten
der Stunker.
Ansonsten verweisen wir nur auf die Kartenbörse hier auf dieser Website.
Erfahrungsgemäß werden auch noch an den einzelnen Veranstaltungstagen
an der Abendkasse immer mal wieder zurückgegebene Tickets verkauft, oder
aber in der Warteschlange werden von Freunden die Karten derer angeboten, die
nun kurzfristig verhindert sind.
Auf
ein Neues
Dies könnte
sicherlich der Wahlspruch einer der treuesten Fangruppen der Stunksitzung sein.
Dass die lieben Leute dann ausgerechnet auch noch aus Düsseldorf kommen,
tut der Treue keinen Abbruch, sondern verstört eher schon einmal einige
"Erz"-Kölner. Auch diesmal stand diese Truppe beim Vorverkauf
auf dem Roncalliplatz wieder in vorderster Reihe und bekam natürlich auch
die Karten zum Wunschtermin. Köbes-Drummer Volker kann sich gut daran erinnern,
dass auch zu den Zeiten, als der VVK noch in der Wissmanstraße in Ehrenfeld
stattfand, die "Düsseldorfer" immer vornweg waren. Dem Vernehmen
nach haben die "Jungen" und "Mädchen" für das
nächste Jahr etwas ganz Besonderes vor.
Als nach nicht einmal einer dreiviertel Stunde der Ruf ertönte, die Sitzung
sei wieder ausverkauft, gab es auch wieder die üblichen langen Gesichter
derer, die keine Karten erhaschen konnten, und das schienen diesmal noch mehr
als sonst. Schließlich wird die Nachfrage von Jahr zu Jahr größer,
die Session ist kürzer und das E-Werk "kleiner" geworden. Dies
gilt zumindest für die Stunker, denn auf Anordnung der zuständigen
Behörden, musste die Besucherzahl für die einzelne Sitzung aus Sicherheitsgründen
um rund 10 Prozent reduziert werden.
Neues
Gesicht
Mittlerweile
ist es ja schon traditionell, dass immer wieder mal das eine oder andere Ensemblemitglied
eine Pause einlegt, diesmal setzen die beiden Martinas aus. Für Martina
Klinkes Sohn Louis beginnt ein neuer Lebensabschnitt, er wird eingeschult. Die
Mutti will sich nun noch einmal ganz intensiv um den Junior kümmern, bevor
dieser den nächsten Schritt zur eigenen Selbstständigkeit macht.
Ebenso nimmt Martina Bajohr eine Auszeit, denn auch für sie gibt es ein
noch Leben neben der Stunksitzung. Bei ihr ist es diesmal zwar nicht die Familie,
Martina konzentriert sich derzeit vielmehr stärker auf Projekte, die sie
in ihrer Eigenschaft als Integrative Gestalttherapeutin und Heilpraktikerin
für Psychotherapie in Angriff genommen hat.
So gibt es denn nun ein neues Gesicht im Ensemble, wieder ein echt kölsches
Mädchen, Beate Bohr. Zur Zeit spielt Beate mit Ozan und dem früheren
Stunk-Ensemble-Mitglied Hans Holzbecher im Theater am Sachsenring in dem Stück
"Das Fest". Nebenher sind aber die Proben zur Stunksitzung schon im
vollen Gange.
Erfolg
verpflichtet
Zwanzig Jahre alt
wird die Stunksitzung in diesem Jahr, und ist unvergleichlich erfolgreich. Ganz
jung dagegen ist die dazugehörige Website www.stunksitzung.de., aber beinahe
ebenso populär. Während in den letzten Jahren pro Session jeweils
über 50.000 Fans zu den Sitzungen ins E-Werk gepilgert sind, wurden auf
der Website im vergangenen Jahr weit mehr als 500.000 Seitenzugriffe registriert.
Und während die Stunker und ihre Autoren sich in der schon traditionellen
Abgeschiedenheit des Westerwalds vornahmen, dem Programm wieder eine ganz besondere
Note zu verleihen, sind die Macher der Homepage bemüht, sich für die
Website immer wieder etwas Neues einfallen zu lassen. Drum lasst Euch in dieser
Jubiläumssession einfach überraschen, in jeder Hinsicht.