Stories Session 2004

Dienstagssitzung und Nubbelverbrennung

Traditionell ist die letzte Stunksitzung einer Session eine besondere Sitzung. Nicht nur dass am Ende der Nubbel verbrannt wird, nein schon während der Vorstellung ist keiner der Mitwirkenden vor Überraschungen gefeit. Da ist dann eine Waschmaschinentür, die eigentlich aufgehen müsste, verschlossen. Statt einer Mitteilung auf einem Zettel wird ein Kuchentablett mit einem Teilchen gereicht. Jedes Mal wenn Biggi zu einem neuen Satz ansetzt, spielt Köbes einen Tusch. Zuvor hatte sich die Präsidentin allerdings beschwert, dass ihre Witze von der Band musikalisch nicht entsprechend untermalt würden.
Oder aber es stehen plötzlich Leute auf der Bühne, die mit dem Sketch gar nichts zu tun haben. Wie schon in den vergangenen Jahren hatte auch diesmal Paris, Sohn von Chryssoula und Christian, eine kleine Zusatz-Rolle übernommen. Bei "Deutschland sucht den Super-Papst" bewarb er sich als kleiner Muselmane zusammen mit Ozan um diesen Posten. Einmal mehr Biggi wird mitten in der Ansage der McClean-Nummer von ihrem Freund überrascht, wie er mit einer fremden Frau aus der Toilette kommt. Die Kellner des E-Werks mischen sich in der gleichen Nummer in einem nicht enden wollenden Durchlauf unter das Symphonieorchester. Ozan wird in seiner Solonummer von offensichtlich sehr "heiratswilligen" Damen umgarnt.
Mehr als vierzig Mal konnte Tom sich darüber mokieren, dass das Publikum in der "Ausländersitzung" seiner Aufforderung, sich von den Plätzen zu erheben, nicht nachkam. Entsprechend ging auch sein Text weiter. Nun hat er aber nicht mit der "Hinterhältigkeit" der Security gerechnet. Martin geht flugs durch sämtliche Bankreihen, und bittet die Besucher bei der entsprechenden Stelle doch aufzustehen. Die Überraschung steht Tom ins Gesicht geschrieben.
Die anschließende Nubbelverbrennung stand nicht gerade unter Petrus' Stern. Angeführt von den beiden in dieser Session eine Pause einlegenden Martinas zog die Trauerprozession aus dem trockenen E-Werk ins draußen herrschende Schneetreiben. Auf dem E-Werk-Parkplatz fand wie eh und je unter schaurigen Klängen von Köbes die Beschimpfung des Nubbels und seine anschließende Verbrennung statt. Einer der an so Vielem Schuld ist, hat es eigentlich auch nicht besser verdient. Trotz des widrigen Wetters hielten noch Hunderte durch, bis der Nubbel tatsächlich in Flammen aufgegangen war.

Respekt, Respekt

Seit sieben Jahren ist Ulrich Krämer bei der Stunksitzung aktiv. In seinem roten Sweatshirt hält er als "Security" Uli zunächst einmal die fast 1000 Wartenden vor der E-Werks-Tür davon ab, vorzeitig ins Foyer zu stürmen, und anschließend auf der Bühne als Ulrich, in dunklem Jackett gewandet, versucht er den Fans die üblichen Verhaltensregeln nahe zu legen. Dass er dabei mit seinem Satz zum absoluten Rauchverbot den meisten Applaus bekommt, tut ihm als Exraucher richtig gut. Weniger angekommen waren anfangs seine Hinweise zur neuen Sitzordnung, und seit Ewigkeiten lösen die Bitten, doch das Handy auszuschalten und sich mit 5 Personen auf einer Bank zu platzieren, immer wieder kleine Diskussionen aus. Gegen Ende der Session hat der Meckenheimer (O-Ton Stunksitzung 2004: ... es muss ja auch Leute geben, die aus Meckenheim kommen, sonst würde es ja Meckenheim gar nicht geben... ) aber seine "Schäfchen" fest im Griff, man bringt ihm echten Respekt entgegen. Nicht selten kommt aus dem Publikum, "Handy ist schon aus", oder die Besucher melden sich gar bei dem gelernten Schauspieler mit dem markanten kahlen Kopf ab, wenn sie mal kurz Pippi machen gehen. Schließlich fürchtet man, dass Ulrich anschließend den leeren Platz anderweitig vergeben könnte.

Die lange Stunknacht

So hatte der WDR seine fast fünfeinhalb Stunden lange Ausstrahlung in der Nacht von Karnevalssamstag auf den Sonntag genannt. Zunächst eine Kurzfassung der diesjährigen Stunksitzung - die komplette Sitzung kommt in der Nacht von Rosenmontag auf Veilchens-Dienstag - und dann eine phantastischer TV-Film von Sabine Ennulath "Die ersten 20 Jahre...". Die vielen seltenen Aufnahmen, gerade aus der Anfangszeit, ließen die meisten Stunker bis zum Schluss vor der Mattscheibe gebannt ausharren. Dabei stand ihnen eine weitere lange Stunksnacht noch bevor.
Die Sonntagsitzung klingt traditionell mit einem Köbes-Sonderkonzert aus. Kurz nach eins, die Sitzung hatte um 18.00 begonnen, war dann schließlich Schluss. Tische und Bänke waren ja kurzfristig fortgeräumt worden, sodass eine Vielzahl von Besuchern in die Halle passten. Vor den Toren des E-Werks hatten sich allerdings solche Massen angesammelt, dass aus Sicherheitsgründen einige Leute leider nicht eingelassen werden durften. Der Superstimmung tat dies aber keinen Abbruch. Zusammen mit ihren Gästen, Anne und Biggi, Bruno, Ozan, Bernd und "Security" Lu, brachten die Köbesse mit 27 - von den meisten Fans voller Inbrunst mitgesungenen - Titeln die Halle wieder einmal zum Kochen.

Ein früher Stunker

Richard Rogler, langjähriger Gastgeber der "Mitternachtsspitzen" und dort Vorgänger von Jürgen Becker, Stunksitzung-"Alters"Präsident, ist noch länger treuer Stunksitzungsbesucher. Schon seit der ersten Sitzung in der Studiobühne ist der Kölner Kabarettist dabei. Beinahe wäre er anfangs selbst ein Stunker geworden, er habe aber schnell erkannt, das sei doch nicht das richtige für ihn.

Köbes goes Classic

Nun konnte sich auch Köbes Underground dem Trend in der Pop-Musik nicht mehr länger verschließen. Entweder Köbes Unplugged bei MTV oder etwas klassisches. Da MTV seine Studios nicht in Köln hat, entschied man sich für Köbes goes Classic in der Kölner Philharmonie. Am Samstag, den 1. Mai werden die Musiker der Stunksitzung dort - begleitet vom WDR-Rundfunkorchester - einiges aus dem reichhaltigen Repertoire der letzten 20 Jahre zum Besten geben. Karten erhält man bei allen bekannten VVK-Stellen von KölnTicket zum Preis von 12,60 bis 30,- Euro (inkl. Gebühren).

Stunk im TV

Drei Tage lang "beherrschten" wieder die auffällig unauffällig schwarz gekleideten Leute vom WDR die Stunksitzung. Das imposanteste Attribut war einmal mehr die Krankamera mit ihren abenteuerlich anmutenden Schwenks knapp über die Köpfe der Zuschauer hinweg. Doch wie Ecki schon in seiner Anmoderation bemerkte, es waren ausreichend Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden, dass wirklich nichts passieren konnte. Dazu kamen noch einige fest installierte Riesen-, mehrere kabelgebundene Hand-Kameras und ein ganz spezielles, völlig bewegliches freies Aufnahmegerät, dessen Signal per Funk übertragen wird. Hiervon gibt es nur sehr wenige, die allerdings sehr gefragt sind, weshalb sich der WDR anlässlich der Stunksitzung-Aufzeichnung dieses Equipment auch jeweils ausleihen muss. Gerade mit dieser Gerätschaft sind dank eines unermüdlich agierenden Kameramannes nebst Assistenten aber auch erst besonders schwungvolle und lebendige Bilder möglich.
Ob sich der ganze Aufwand gelohnt hat, könnt Ihr selbst am besten am Fernseher beurteilen.
In der Nacht von Karnevalssamstag auf Karnevalssonntag gibt's mit mehr als fünfeinviertel Stunden die lange Stunk-Nacht im WDR-Fernsehen. Wer dann am Rosenmontag rechtzeitig zu Hause ist, kann exakt ab Mitternacht mit der dreistündigen Langfassung der 2004er Sitzung in den Karnevalsdienstag hineinfeiern. Und wie es im Deutschen TV unvermeidlich ist, das Jahr zu Silvester ohne "Diner for One" zu beenden, so ist es ebenso unmöglich, im WDR-Fernsehen die Session in der Nacht am Aschermittwoch nach der Nubbelverbrennung ohne "Aschermittwoch for One" zu beschließen. Für die Fernsehmuffel gibt's darüber hinaus auch noch etwas im Radio.

Stunksitzung im TV:

   

21.2.2004 (SA)

21:45 - 23:15

WDR: Stunksitzung 2004 (Kurzfassung)

21.2.2004 (SA)

23:15 - 03:00

WDR: "Die ersten 20 Jahre"

24.2.2004 (DI)

00:00 - 03:00

WDR: Stunksitzung 2004 (Langfassung) Die ganze Jubiläumssitzung

25.2.2004 (MI)

00:15

WDR: "Aschermittwoch for One"

Stunksitzung im Radio:

   

14.2.2004 (SA)

16:05 - 17:55

WDR 5: Unterhaltung am Wochenende

14.2.2004 (SA)

20:05 - 24:00

WDR 5: 20 Jahre Stunksitzung

19.2.2004 (DO)

20:05 - 23:00

WDR 5: Stunksitzung 2004

21.2.2004 (SA)

22:05 - 01:00

WDR 2: Zugabe - The Best of Stunksitzung

Stunker auf Solopfaden

Dass die Stunker nicht nur Stunker sind, sondern in der übrigen Jahreszeit auch noch anderen Betätigungen nachgehen, ist ja mittlerweile vielfach bekannt. Häufig sind dies ganz bürgerliche Berufe wie Sozialpädagogen, Psychologen, Lehrer, Architekten, Kaufleute etc., von denen manche - insbesondere die, die nicht freiberuflich tätig sind - auch während der Session neben dem abendlichen Engagement im E-Werk noch voll in ihren Beruf eingebunden sind. Viele sind dem Showbusiness und dem Theater im Laufe der Zeit allerdings mit Haut und Haaren verfallen. Dass Didi Freitag für Freitag mit dem "Alterspräsidenten" Jürgen Becker auf WDR 2 eine "Frühstückspause" einlegt, und die Beiden damit sogar auf Tournee gehen, ist den meisten Stunkfans mittlerweile ja bekannt. Beate und Ozan werden gleich nach dem Ende der Session wieder im "Theater am Sachsenring" auf der Bühne stehen. Zwei Wochen nach der Stunk-Jubiläumssitzung im Tanzbrunnen startet Günter am 19.Juli im Senftöpfchen sein Soloprogramm "Ottemeiers Weltnummern". Bereits ab März werden Anne und Biggi mit der schon im letzten Jahr gestarteten großen Rixmann & Wanninger Revue wieder auf Tournee sein. Gemanagt wird diese übrigens von Bruno Schmitz und die Inszenierung liegt in den Händen von Stunk-Co-Regisseur Thomas Köller, so schließt sich der Kreis wieder.

1. Ecki Pieper Fan-Club

Ecki Pieper, Front-Man von Köbes und Jahr für Jahr der strahlende Prinz der Stunker, hat nun seinen eigenen Fan-Club. Bei jedem seiner Solo-Auftritte während einer der letzten Sitzungen wurden von seinen Anhängern selbstgefertigte Banner durch die Lüfte geschwenkt, und der gebürtige Westfale wurde überschwänglich gefeiert. Leicht verlegen aber innerlich sicher dennoch stolz genoss Ecki (der Gesinnung nach mittlerweile schließlich ne echte Kölsche) die Sympathiekundgebungen seiner Fans.

Sommersitzung

Was Jubiläen so alles mit sich bringen. Anlässlich des "20jährigen" verlängern die Stunker einfach die Session und werden eine Sommer-Sonder-Jubiläums-Revue am Tanzbrunnen veranstalten. Sicher wird es einige Höhepunkte aus den Stunksitzungen der vergangenen Jahre geben, allerdings kann man damit rechnen, dass sich die Stunker und Köbes noch einiges andere einfallen lassen werden.
Es wird zwei Veranstaltungen geben, am 3. Juli um 18.00 Uhr sowie am 4. Juli um 16.00 Uhr. Karten gibt es bereits während der laufenden Stunksitzungen im Foyer des E-Werks an den Ständen von Katja und Olaf, sowie über den Online-Shop hier auf dieser Web-Site.

Neue Sitzordnung

Kopfschütteln und bisweilen auch Unverständnis riefen die neue Sitzordnung und die Erläuterungen von Produktionsleiter Manni bei vielen altgedienten Stunksitzungsbesuchern hervor. Auf Veranlassung des Ordnungsamtes der Stadt Köln mussten die Abstände zwischen den Sitzbänken nicht nur erheblich vergrößert werden, die Bänken selbst sind auch fest mit den Tischen verbunden und lassen sich nun nicht mehr zum Einstieg einfach mal eben hin- und herschieben. Noch weniger Verständnis gibt es für die Anordnung, dass jetzt nahezu sämtliche Gäste sitzen müssen!, Stehplätze gibt es im Prinzip nicht mehr. Aber gerade auch die Zwanglosigkeit trug seit jeher zum besonderen Flair der Stunksitzung bei. Nun sehen sich die Jungen und Mädchen, mit ihren roten Stunksitzung-Sweatshirts eindeutig als Security erkennbar, immer wieder dazu genötigt, Gäste, die einen Moment mal stehend an einer Stelle verweilen, aufzufordern, doch wieder den angestammten Sitzplatz einzunehmen. Das gefällt natürlich weder den Securities noch den Gästen.
Zudem hat diese neue Anordnung der Stadt Köln auch noch zur Folge, dass die Zahl der Besucher pro Sitzung um mehr als 10 Prozent reduziert werden musste, nachdem im letzten Jahr bereits die Nutzung des Oberrangs - im Stunker-Jargon Gepäcknetz - behördlicherseits stark eingeschränkt worden war.

Jubiläumspremiere

Vor jeder Premiere sind die Mitwirkenden - vor und hinter den Kulissen - natürlich besonders angespannt. In diesem Jahr gab es ja nicht nur eine neue Kulisse, sondern die Stunksitzung hatte dazu auch noch Jubiläum, und nicht wenige erwarteten etwas ganz Besonderes. Selbst die Güte und Klasse des eigenen Programms einigermaßen objektiv zu beurteilen, ist nahezu unmöglich, vieles sieht man einfach aus einem ganz anderen Blickwinkel als der unbeteiligte Betrachter. Umso erfreuter waren die Stunker, dass sich letztendlich nicht nur das Publikum wieder einmal total begeistert zeigte, sondern ebenso die einschlägige Presse in ihren Rezensionen.

Neue Kulisse

Seit vielen Jahren war die Kulisse der Stunksitzung mit dem stilisierten Kölner Dom rechts und links an den Seiten für alle ein vertrauter Anblick. Zur Jubiläumssession meinten nicht wenige, es sei Zeit für etwas Neues. Ganz im Stile des E-Werks, stahlgrau und metallsilbern, Rohre und Leitungen mit überdimensionalen Isolatoren darstellend, und mit einer "riesigen" Showtreppe in der Mitte, so sieht nun die neue Bühne aus. Natürlich lassen sich auch einige Spielereien mit Lichteffekten hervorzaubern, und die Kulisse in immer wieder neuen Nuancen erscheinen. Präsidentin Biggi hat es aber besonders die Treppe angetan, muss sie doch nun nicht mehr den eher einer Hühnerstiege ähnlichen schmalen Aufgang hinter der Bühne benutzen, um ihren angestammten Platz auf der Empore einnehmen zu können. Allerdings gilt das nur für den anfänglichen Einzug mit dem Elferrat, denn die Showtreppe verschwindet schon nach der ersten Nummer im Backstage-Bereich, sodass Biggi während der eigentlichen Sitzung weiterhin etliche Male die "Hühnerstiege" rauf- und runterklimmen muss.

Proben, Proben, Proben

So könnte man momentan das Leben der Stunker beschreiben. Nachdem im schönen Westerwald die ersten Konzepte erarbeit worden waren, begannen dann die harten Probenzeiten in Köln. Zwischenzeitlich sind die in Kleinstgruppen ausgearbeiteten Rohfassungen der einzelnen Nummern und Sketche sowie die Musikauswahl von Köbes allen Stunkern und den Autoren an einem bis in die späte Nacht reichenden Nachmittag vorgestellt worden. Wie jedes Mal gab es wieder Stoff für zwei Sitzungen, sechs Stunden und mehr würden da locker zusammenkommen. Nun liegen die wohl härtesten Entscheidungen an, einige Nummern werden gestrichen, andere gekürzt und gestrafft. Was dabei nun herauskommt, gibt's bei der Premiere am 28.12.03 zu sehen und zu hören.

Jubiläumsbuch

Pünktlich zum 20-Jährigen erschien ein Bildband mit Fotos von Ansgar van Treeck und Manfred Linke, Wortbeiträge gibt es u.a. von den "Alterspräsidenten" Jürgen Becker und Rainer Rübhausen und vielen anderen mit der Stunksitzungen verbundenen Autoren und Promis. In Anwesenheit vieler ehemaliger und natürlich aktiver Stunker wurde das Buch am Abend des 11.11. in der Mayerschen Buchhandlung zu den Klängen einer Köbes-Mini-Ausgabe der Öffentlichkeit vorgestellt. Alles weitere über den Fotoband hier auf dieser Website.

Böse Worte

Diese gab es nach dem Vorverkauf am 9. November wieder einmal von denen, die keine Karten bekommen hatten. Aber auch viele Karteninhaber echauffierten sich über den rund zehnprozentigen Preisanstieg gegenüber der letzten Session. All diesem Ärger liegt ein und dieselbe Ursache zu Grunde, es gab mal wieder nicht nur zu wenig Karten, es gab effektiv sogar weniger Karten als in den letzten Jahren. Wie schon berichtet, wurde das Platzkontingent für die Stunksitzungen seitens der verantwortlichen "Höheren Stellen" aus Sicherheitsgründen um gut 10 Prozent reduziert. Um dieses Defizit wenigstens finanziell einigermaßen auszugleichen, wurden im gleichen Rahmen die Eintrittspreise erhöht. Da nun gerade in 2004 die Session wieder etwas kürzer ist, ließ sich dieses Manko auch nicht durch eine größere Anzahl von Sitzungen wieder wettmachen, ganz im Gegenteil die Zahl der zur Verfügung stehenden Tickets verringerte sich somit noch mehr.
Diese Situation heizt möglicherweise den Kartenverkauf bei eBay noch weiter an. Im Prinzip ist es so, der Markt bestimmt den Preis. Sehr verständlich ist der Ärger mancher Stunkfans, wenn dort in großen Mengen - 10 oder 20 Karten auf einmal - zu einem Stückpreis von 50, 60 Euro oder auch mehr zum "Sofort-Kauf" angeboten werden.
Dabei handelt es sich aber z.T. um Leute, die das Ganze schon professionell betreiben. Sie stellen sich am VVK-Tag frühmorgens zu mehreren Personen an unterschiedlichsten, weniger frequentierten Vorverkaufsstellen an und kaufen, was sie an Karten bekommen können. Diese werden dann so schnell wie nur eben möglich versucht, im Internet wieder umzuschlagen, das Kapital wird ja benötigt für den nächsten Coup. Denn diese Gruppen engagieren sich nicht nur beim Handel mit Stunksitzungskarten, sondern bieten all die Tickets an, die besonders knapp und begehrt sind und größtmöglichen Profit versprechen.
Dass darüber hinaus an den offiziellen VVK-Schaltern vorbei KölnTicket-Karten über unbekannte Kanäle in so eine Art Neben-Verkauf gelangen würden, wird von einzelnen Enttäuschten immer mal wieder kolportiert, einen wirklichen Nachweis dazu ist man bisher aber schuldig geblieben. All das liegt nun wirklich weit außerhalb der Verantwortung und der Eingriffs-Möglichkeiten der Stunker.
Ansonsten verweisen wir nur auf die Kartenbörse hier auf dieser Website. Erfahrungsgemäß werden auch noch an den einzelnen Veranstaltungstagen an der Abendkasse immer mal wieder zurückgegebene Tickets verkauft, oder aber in der Warteschlange werden von Freunden die Karten derer angeboten, die nun kurzfristig verhindert sind.

Auf ein Neues

Dies könnte sicherlich der Wahlspruch einer der treuesten Fangruppen der Stunksitzung sein. Dass die lieben Leute dann ausgerechnet auch noch aus Düsseldorf kommen, tut der Treue keinen Abbruch, sondern verstört eher schon einmal einige "Erz"-Kölner. Auch diesmal stand diese Truppe beim Vorverkauf auf dem Roncalliplatz wieder in vorderster Reihe und bekam natürlich auch die Karten zum Wunschtermin. Köbes-Drummer Volker kann sich gut daran erinnern, dass auch zu den Zeiten, als der VVK noch in der Wissmanstraße in Ehrenfeld stattfand, die "Düsseldorfer" immer vornweg waren. Dem Vernehmen nach haben die "Jungen" und "Mädchen" für das nächste Jahr etwas ganz Besonderes vor.
Als nach nicht einmal einer dreiviertel Stunde der Ruf ertönte, die Sitzung sei wieder ausverkauft, gab es auch wieder die üblichen langen Gesichter derer, die keine Karten erhaschen konnten, und das schienen diesmal noch mehr als sonst. Schließlich wird die Nachfrage von Jahr zu Jahr größer, die Session ist kürzer und das E-Werk "kleiner" geworden. Dies gilt zumindest für die Stunker, denn auf Anordnung der zuständigen Behörden, musste die Besucherzahl für die einzelne Sitzung aus Sicherheitsgründen um rund 10 Prozent reduziert werden.

Neues Gesicht

Mittlerweile ist es ja schon traditionell, dass immer wieder mal das eine oder andere Ensemblemitglied eine Pause einlegt, diesmal setzen die beiden Martinas aus. Für Martina Klinkes Sohn Louis beginnt ein neuer Lebensabschnitt, er wird eingeschult. Die Mutti will sich nun noch einmal ganz intensiv um den Junior kümmern, bevor dieser den nächsten Schritt zur eigenen Selbstständigkeit macht.
Ebenso nimmt Martina Bajohr eine Auszeit, denn auch für sie gibt es ein noch Leben neben der Stunksitzung. Bei ihr ist es diesmal zwar nicht die Familie, Martina konzentriert sich derzeit vielmehr stärker auf Projekte, die sie in ihrer Eigenschaft als Integrative Gestalttherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie in Angriff genommen hat.
So gibt es denn nun ein neues Gesicht im Ensemble, wieder ein echt kölsches Mädchen, Beate Bohr. Zur Zeit spielt Beate mit Ozan und dem früheren Stunk-Ensemble-Mitglied Hans Holzbecher im Theater am Sachsenring in dem Stück "Das Fest". Nebenher sind aber die Proben zur Stunksitzung schon im vollen Gange.

Erfolg verpflichtet

Zwanzig Jahre alt wird die Stunksitzung in diesem Jahr, und ist unvergleichlich erfolgreich. Ganz jung dagegen ist die dazugehörige Website www.stunksitzung.de., aber beinahe ebenso populär. Während in den letzten Jahren pro Session jeweils über 50.000 Fans zu den Sitzungen ins E-Werk gepilgert sind, wurden auf der Website im vergangenen Jahr weit mehr als 500.000 Seitenzugriffe registriert. Und während die Stunker und ihre Autoren sich in der schon traditionellen Abgeschiedenheit des Westerwalds vornahmen, dem Programm wieder eine ganz besondere Note zu verleihen, sind die Macher der Homepage bemüht, sich für die Website immer wieder etwas Neues einfallen zu lassen. Drum lasst Euch in dieser Jubiläumssession einfach überraschen, in jeder Hinsicht.

Stunksitzung
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