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Stories Session 2003
Befehlsverweigerung
In mehr als 40 Sitzungen forderte Uffz. Didi Schulz in der ersten Reihe sitzende Männer auf, das ihnen zugeworfene Hemd exakt auf DIN A4-Format zu falten. Mal gab es etwas, meistens aber nur wenig Widerspruch. Am Karnevalsfreitag traf der Stunker allerdings auf einen offensichtlich Ungedienten, der jeglichen Respekt vor der Uniform vermissen ließ. Allein vier Mal gab er das Hemd ungefaltet wieder zurück und widersetzte sich jedem Befehl. Erst als Didi sich in seiner ganzen Körpergröße vor dem Mann aufbaute und drohte, ihm das Kölsch wegzunehmen, gab dieser klein bei. Denn die trübe Aussicht, während der Stunksitzung aufs geliebte Kölsch verzichten zu müssen, lässt schließlich auch den renitentesten Kölner zur Einsicht kommen.
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Ne echte Orden
Die allgemeine Phrasendrescherei in der Politik und bei all den anderen Gelegenheiten wird in der Stunksitzung im "Prinzenduell" aufs Korn genommen. Die Präsidenten der Roten Funken - Bruno als Gerd Keul - und der Blauen Funken - Didi als Hennes Hamacher - zitieren hier in ihrer Diskussion nichts anderes als kölsche Karnevalslieder. Kürzlich bekam Didi in der Pause von einem Besucher den 2003er Orden der Blauen Funken verehrt. "Wenn Du schon unseren Präsidenten spielst, dann brauchst Du auch ne echte Orden".
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| B. trifft Biene Maja
In
Begleitung von Biene Maja besuchte Fernsehmoderatorin Bettina Böttinger die
Stunksitzung. Sie selbst stellte mit ihrem bunten Kleidchen und der blonden
Zöpfchenperücke so eine Art Bärbelchen dar, wobei allerdings der tiefere Sinn
des Oktoberfestherzens verborgen blieb. Als ganz "alter" Stunksitzungsfan
besuchte Bettina bereits ihre fünfzehnte Sitzung, und wie jedes Mal, sei sie
auch in diesem Jahr wieder total begeistert.
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| Missionswerk "Rheinischer Frohsinn"
Schon
seit Jahren sind Jürgen Becker und Didi Jünemann bemüht, mit ihrem Missionswerk
"Rheinischer Frohsinn" karnevalistisches Gedankengut und kölsche Traditionen
weltweit zu verbreiten. Diesmal hat es sie an den Bosporus, nach Istanbul,
verschlagen, während ihre Damen (Jürgen und Didi erneut in einer Doppelrolle)
die Mädchensitzung besuchen. In der Türkei geraten die beiden Karnevalisten
in ein fürchterliches Schlamassel, aus dem sie nur von ihren Frauen unter
Einsatz der Kasse der Mädchensitzung befreit werden können. In voller Länge,
in Farbe und Stereo können diese Abenteuer am Rosenmontag (03.03.03) um 23:00
Uhr im Fernsehen des WDR verfolgt werden.
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| Pütznix - Das Original
Der
berühmteste Druide der Welt, Schäng Pütznix, ist in der Stunksitzung natürlich
ne echte Kölsche, wie es ebenso allerorten vom Vorbild und Original, dem Hobbythek-Erfinder
Jean Pütz, angenommen wird. Als Besucher der Stunksitzung, seiner ersten übrigens,
traf er nun auf sein kölsch-gallisches Gegenstück und erzählte, dass er ja
eigentlich aus Luxemburg komme. Seine Eltern stammten allerdings tatsächlich
aus Köln, sein Vater sei sogar Kölner Jungfrau gewesen. Trotzdem fehle ihm
selbst so die richtige Ader für den traditionellen Karneval. Umso begeisterter
sei er nun von der Stunksitzung, die ihn mit ihrem kabarettistischen Programm
ungemein an die von ihm gegründete Studentengruppe "Kokain" erinnere.
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Frau Fischer und Frau Brüncker
Seit
nunmehr 12 Jahren, seit Bestehen des E-Werks als Veranstaltungshalle, gilt
Frau Fischer als Herrin der Katakomben. Jede(r), der/die einmal das stille
Örtchen besucht hat, kennt die freundliche Dame mit den weißen Haaren und
dem noch weißeren Kittel. Zu den Stunkern hat sich natürlich im Laufe der
Jahre ein besonders inniges Verhältnis entwickelt. So erbarmte sie sich denn
auch in der letzten Sitzung der vergangenen Session am Karnevalsdienstag -
an dem eh niemand in der Stunksitzung vor Überraschungen gefeit ist - des
"Bauern" Winni, für den "Mutti" Doro schon über 40 Sitzungen zuvor vergeblich
versucht hatte, eine Frau (Alter spielt keine Rolle) zu finden. In diesem
Jahr tritt Frau Fischer zusammen mit Kollegin Uschi Brüncker gar im Köbes
Underground Musikvideo "Just a Gigolo" auf und setzt mit ihrer herausragenden
Louis Armstrong Imitation sicherlich einen der Höhepunkte.
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500. Stunksitzung
Im
Karneval werden Jubiläen gemeinhin immer dann gefeiert, wenn es sich um eine
Schnapszahl handelt. Bei den Stunkern ist aber eben vieles anders als im traditionellen
Fasteleer, hier freut man sich auch über runde Jubiläen. So wurde denn am
Mittwoch, den 12.Februar 2003, die 500. Stunksitzung gefeiert, die 439. im
E-Werk. Zum Schluss gab es dann natürlich auch noch reichlich Freibier für
die wieder einmal restlos begeisterten Besucher. Die beiden Dorotheas, Doris
Dietzold und Doro Egelhaaf, sowie Köbesdrummer Volker Klinke und Ehrenpräsident
Olaf Kuhn waren sogar bei sämtlichen 500 Sitzungen aktiv dabei. Sie wurden
nicht nur mit einem Sträußchen besonders geehrt, sondern bei der anschließenden
kleinen Feier durften diese vier die vom E-Werk spendierte Marzipantorte natürlich
als erste anschneiden und probieren.
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| Wellness-Bereich
Seit
kurzer Zeit fällt den Besuchern der Stunksitzung schon vor dem Eingang zum
E-Werk ein neues Plakat ins Auge. Das Ordnungsamt der Stadt Köln war der Meinung,
dass auch im oberen Bereich - im Stunker-Jargon "Gepäcknetz" genannt - sich
nicht mehr Personen aufhalten dürften, als Sitzplätze vorhanden seien. Doch
gerade das Seitenschiff mit der Bar, wird vornehmlich als "Wandelhalle" -
um sich einmal die Beine zu vertreten - und von denen genutzt, die die Stunksitzung
lieber im Stehen genießen möchten. Um größeren Komplikationen aus dem Weg
zu gehen, wurde dann der ganze Balkon zum Wellnes-Bereich erklärt. Diejenigen,
die dort oben einen der 212 Sitzplätze ergattern können, erhalten ein Armbändchen.
Beim endgültigen Verlassen der Empore werden die Bändchen bei den an den Treppenaufgängen
sitzenden jungen Damen im auffällig roten Pulli abgegeben. Anschließend besteht
dann auch für andere Besucher die Möglichkeit den "Wellness-Bereich" zu nutzen.
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| Stunker-Enkel
Hatten
wir im letzten Jahr hier in den Stories den größten Teil des Stunkernachwuchses
schon vorgestellt, so fehlte dennoch der erste und bisher auch einzige Stunker-Enkel,
Janis. In der vergangenen Session hatte Janis, damals gerade ein halbes Jahr
alt, die Sitzungen meist schlafend miterlebt. Zur diesjährigen Frühstückssitzung
kam er - ganz Stunker-aktuell - als Elvis in Begleitung einer Stunkernachwuchs-Prinzessin,
der siebenjährigen Lilly. Auch wenn Janis auf dem Bild seine Begeisterung
für die Stunksitzung nicht so direkt ausdrückt, als Enkel einer Stunker-Omi
und Sohn einer Stunker-Mutter und eines Stunker-Vaters ist sein Weg im Karneval
als Stunker ja eigentlich schon vorbestimmt.
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Wenn die Realität die Satire einholt
Wieder
einmal sind die Stunker mit ihren Satiren der Realität näher, als sie es tatsächlich
gern gesehen hätten. Schon am Premierentag hatte die grandiose Episode "Köln
unter Wasser" nicht nur wegen des enormen technischen Aufwands und der tollen
Effekte für Furore gesorgt, sondern seinerzeit waren doch große Teile Kölns
tatsächlich überflutet. Ebenso wie diese Nummer waren auch die "Bush Ponies"
bereits im Herbst konzipiert worden. Damals war die Kriegsgefahr im Nahen
Osten durchaus noch nicht so real wie jetzt. Für die Stunker war es nun natürlich
Ehrensache, wie in der Stunksitzung den über 10.000 Teilnehmern der Großveranstaltung
gegen den Irakkrieg auf dem Kölner Roncalliplatz die Absurdität der Phrasen
der Bush-Adminstration vor Augen zu führen.
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| The times they are a-changin'
Diese
Weisheit Bob Dylans, der im letzten Jahr noch seine Version von "Drink doch
eene met" im Finale "persönlich" zum Besten gab, gilt auch bei den Stunkern.
Hier ändern sich aber nicht nur die Zeiten, sondern es ist ja bekannt, dass
im Laufe der vielen Sitzungen einer Session - in diesem Jahr 46 - immer wieder
kleine Veränderungen und Straffungen vorgenommen werden. Die Email-Anfragen
und Eintragungen im Gästebuch scheinbar leicht irritierter Stunksitzungsbesucher
deuten allerdings daraufhin, dass es diesmal offensichtlich sogar auffällt.
Dass aber in "Köln unter Wasser" Tanja anstelle von Doris die Heike im gut
vier Meter über der Bühne baumelnden Boot spielt, ist durchaus nicht dramaturgisch
bedingt, sondern hat einen ganz profanen Grund. Die gebürtige Österreicherin
hat sich mittlerweile so an das Kölner Flachland gewöhnt, dass sie sich in
der luftigen "Höhe" nicht so recht wohl fühlte und den Platz im Boot lieber
der aus Norddeutschland stammenden und "seefesten" Tanja überließ.
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Familienausflug
Den arbeitsfreien Freitag
("7 Tage, 7 Köpfe" pausiert ja bekanntlich) nutzte "Alt"-Stunkerin Gaby Köster
nebst Ehemann Thomas Köller und Sohn Donald zu einem Besuch ihrer alten Wirkungsstätte.
Während sich Gaby - von den Stunkern freudig begrüßt - herrlich amüsierte,
Klein-Donald in den Gängen und "Katakomben" des E-Werks zusammen mit Christians
Sohn Paris häufiger auf Erkundungstour ging, war Thomas` Anwesenheit eher
"dienstlich" bedingt. Als Co-Regisseur der diesjährigen Stunksitzung zeichnet
er ja u.a. auch für "Köln unter Wasser" verantwortlich.
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Regenschutz für Stunksitzungsfans
Der harte Kern der
Fans der Stunksitzung ist wirklich bereit, für einen guten Platz in den ersten
Reihen manche Unannehmlichkeit in Kauf zu nehmen. Nachdem man schon im November
z.T. halbe Nächte vor Vorverkaufstellen verbracht hatte, um überhaupt eine
Eintrittskarte zu ergattern, sammeln sich die ganz Hartgesottenen am Veranstaltungsabend
bis zu vier Stunden vor dem Öffnen der Türen vorm Kölner E-Werk. Da die "fünfte
Jahreszeit" nun grundsätzlich nicht zu den klimatisch günstigsten gehört,
kam es durchaus hin und wieder vor, dass manche Besucher während des mehr
als vierstündigen Stunksitzungsprogramms mit klitschnassen Klamotten im Saale
saßen. Diesen Unannehmlichkeiten haben die Stunker zusammen mit dem WDR versucht
etwas abzuhelfen. Für die Zeit der Stunksitzungen wurde der lange Gang
an der Schanzenstraße mit einem großen Zeltdach versehen. Wenn die Besucher
nun etwas dichter zusammenrücken, was ihnen angesichts der tiefen Temperaturen
und in der Vorfreude auf einen tollen Abend nicht allzu schwer fallen dürfte,
finden immerhin einige hundert Fans Schutz unter diesem Zelt.
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| Start mit Bangen
Der Premiere des zwanzigsten
Stunksitzungsprogramms am 5. Januar 2003 ging eine Woche voller Bangen und
Hoffen voraus. Schon im Herbst war die technisch höchst anspruchsvolle Programmnummer
"Köln unter Wasser" konzipiert worden, ohne dass damals jemand daran gedacht
hatte, wie aktuell am tatsächlichen Geschehen die Stunksitzung damit am Premierenabend
liegen würde. Genau so lange liefen auch schon die technischen Vorbereitungen,
und nachdem man mit Hilfe großer, glänzender Metallplatten erst einmal ausprobiert
hatte, inwieweit sich die Idee von der Unterwasserwelt Kölns auch optisch
umsetzen lassen würde, waren die Spiegel bestellt worden. Die Proben liefen
derweil mit den Metallplatten weiter. Je näher allerdings der Premierentermin
rückte, desto nervöser wurden die Stunker, die Spiegel kamen nämlich nicht.
Doch am Tag der Generalprobe standen die einen Tag zuvor gelieferten Spiegel
dann endlich bereit. 35 Minuten dauerte der komplizierte und äußerst anstrengende
Aufbau, zuviel für den Ernstfall, schließlich soll die Pause in der Sitzung
nicht viel länger als eine viertel Stunde dauern. Am Premierenabend klappte
das dann auch schon alles sehr viel schneller und die überschäumende Begeisterung
des Publikums ließ die Stunker all den Ärger und die Arbeit der Wochen zuvor
schnellstens vergessen.
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Alle Jahre wieder
Wie in jedem Jahr hatte
sich auch jetzt wieder die Gruppe um Hajo aus Düsseldorf !!! die Polepostion
beim Vorverkauf für die Stunksitzungskarten in der Zentrale von KölnTicket
im Römisch-Germanischen Museum am Roncalliplatz erobert. Gut 20 Stunden vor
Öffnung der Kassen hatte man sich angestellt und konnte kurz danach schon
Rainer aus Nippes begrüßen. Schließlich trifft man sich ja schon seit Jahren
immer wieder hier an dieser Stelle. Am frühen Abend kam mit Ute und Birgit
für Hajo schon die Ablösung, wohingegen Rainer noch etwas länger ausharren
musste. Mit Decken, Liegen, Klappstühlen und entsprechender Verpflegung ausgestattet,
ließ es sich bei der milden Witterung allerdings auch gut aushalten. Im Laufe
der Nacht wurde die Schlange unter dem Vordach des Museums natürlich immer
größer. Am frühen Morgen schenkten Sabine und Volker von den Stunkern Kaffe
und Glühwein aus, und versuchten mit Berlinern und Plätzchen die Wartezeit
der Hunderten von Fans zu versüßen. Punkt neun am Samstagmorgen begann der
Vorverkauf , und vierzig Minuten später war auch schon alles wieder vorbei.
Die 46 Veranstaltungen der zwanzigsten Stunksitzungssession mit rund 50.000
Besuchern waren ausverkauft, schließlich hatte es an vielen anderen Vorverkaufsstellen
von KölnTicket ähnlich ausgesehen.
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